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Ludwig-Schwamb-Str.

Beobachtung

 

Die Ludwig-Schwamb-Straße erstreckt sich von der Hauptverkersader Osthofens, der Friedrich-Ebert-Straße, bis zum Ortsausgang in Richtung Bechtheim. Ihre spezifische Lage bewirkt, dass sie häufig als Durchgangsstraße sowohl vom privaten als auch vom gewerblichen Verkehrsteilnehmer in beide Richtungen genutzt wird.

Es kann selbst ohne Vermessungen und technische Hilfsmittel, allein durch das Augenmaß und den gesunden Menschenverstand, beobachtet werden, dass die Ludwig-Schwamb-Straße dem seit Jahren anhaltenden Verkehrsstrom nicht gewachsen ist. Die eher schmale, durch vereinzelte Parkzonen noch weiter verengte Straße, wäre infrastruktuell bedingt kapazitär bestenfalls für einen gemäßigten, eher dörflichen Verkehrsstrom ausgerichtet - doch in vielen Stunden des Tages wähnt man sich auf einer vielbefahrenen Großstadtstraße.

 

Die Symptomatik:

- Häufige Rückstaus, bedingt durch Wartezeiten bei der Einfahrt in die Friedrich-Ebert-Straße

 

- Damit verbunden: Lärm, Gehupe, Schadstoffemissionen - Nervenzerrendes Stop-and-Go-Fahren - Fahrer müssen entgegenkommenden Fahrzeugen ausweichen, Vorfahrten gewähren und sich dafür in die Grundstückseinfahrten am Seitenrand quetschen = Psychostress

 

- Häufige Bagatell-Unfälle: Abgefahrene Seitenspiegel bei parkenden Autos sind, bedingt durch die Fahrbahnenge, nahezu an der Tagesordnung - Unerträgliche, unzumutbare Lärmbelästigung für die Anwohner: Da viele rücksichtslose bzw. gedankenlose Fahrer stark beschleunigen, macht es der Motorenlärm für viele Anwohner unmöglich, z.B. bei offenem Fenster fernzusehen oder gar zu schlafen.

 

- Zusätzliche oft nächtliche Lärmbelästigung durch offensichtliche "bearbeitete" Mopeds und Quads, quietschende Bremsen von KfZ, die von ihren zumeist jugendlichen Fahrern rücksichtslos beschleunigt und abgebremst werden

 

- Stop-and-Go durch Rangierverkehr des angesiedelten Gewerbes: Insbesondere auf Höhe der Hausnummer 7 (Fa. Thurow) kommt es oft zu Rückstaus, da anliefernde LKW rückwärts in die Einfahrten rangieren

 

 - Stop-and-Go durch rücksichtsloses Anhalten von Eltern, die ihre Kinder von und zur Schülerhilfe (Hausnummer 6) fahren - sie bleiben oft, wohl um dem Kind einen längeren Fußweg zu ersparen, illegitim mitten auf der Straße stehen, schwenken sogar oft auf die verbotene Gegenfahrbahn, um ihre Kinder aussteigen zu lassen. Nicht selten blockieren sie für diese Bagatelle sogar den einzigen Behindertenparkplatz der Straße.

 

- In der Folge müssen Kunden, die zu den wenigen noch verbliebenden Gewerben vordringen wollen, äußerste Vorsicht beim Überqueren der Straße walten lassen. Dies gilt im Besonderen für die Kinder die zur Schülerhilfe wollen. Der zeitweise monströse Verkehrsstrom macht die Straße für Gewerbetreibende zunehmend unattraktiv, da er verhindert, dass die baulich an sich hübsche Straße zum flanieren und spazieren genutzt wird.

 

Zwingende Maßnahmen:

 

- Einführung einer 40-er Zone für die gesamte Ludwig-Schwamb-Straße

 

- Überprüfung der Geschwindigkeitsdisziplin durch Blitzanlagen

 

Zusätzlich ...

 

 - Einbindung der Ludwig-Schwamb-Straße in ein Einbahnstraßenkonzept - Einbahnstraße von Rathenaustraße bis zur FES.  Der Gegenverkehr wird über die Schwerdtstraße und ggf den Ziegelhüttenweg geleitet. Möglicherweise führt dies dazu, dass Verkehr in Richtung Bechtheim über die B9 und die neue Bahnüberführung oder über die Schwerdtstraße zum Kreisel vor Mettenheim ausweicht.

Eine Änderung in dieser Richtung ist auch für Busse und große LKWs kein Problemm.

 

Die Ausweisung der Ludwig-Schwambstraße als Einbahnstraße ermöglicht es erheblich mehr Parkplätze unterzubringen, da die Ausweichbuchten entfallen können. Außerdem kann sehr wahrscheinlich auch die Brücke teilweise beparkt werden. Die Belastbarkeit der Brücke ist zu prüfen.

Wesentlich mehr Dauerparkplätze wirken sich auch positiv auf die Parksituation in der Tempelgasse aus.

 

Das Raser- und Beschleunigerproblem, zumeist von der Friedrich-Ebert-Straße kommend (da die Ludwig-Schwamb-Straße am gegenteiligen Ende bereits eine 30er-Zone ist), wäre durch eine Einbahnstraße auf einen Schlag gelöst.

 

Mit einem Blick über den gewerblichen Zaun ist auch zu bedenken, dass die Ludwig-Schwamb-Straße eine der wenigen Straßen der Altstadt ist, in denen sich auch ein verhältnismäßig hochwertiges Gewerbe zu halten versucht. Die Parfümerie ConTherapia mit allen Boulevard-Marken des Prestige-Duftsegmentes, der Trendfriseur Jacobs-Friseure und auch das Sportgeschäft Weber bringen als eine der wenigen Einzelhändler einen überregionalen Kundenstamm nach Osthofen.

 

Positiv sehen wir die Pläne den ehemaligen Schleckermarkt abzureißen und zusätzliche Parkflächen zu schaffen.

 

 

 

 

Ludwig-Schwamb-Straße an einem Sonntag Mittag.



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